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Bürgermeisterkandidat Katzbichler besucht Schlachthof –Lösung für Geruchsproblematik im Blick"

16.02.2026

Bei einem Besuch im Schlachthof Vilshofen informierten sich Stadtrat und CSU-Bürgermeisterkandidat Stephan Katzbichler sowie CSU-Fraktionssprecher Markus Kühnert über die aktuelle Situation des Standorts. Im Mittelpunkt standen sowohl die wirtschaftliche Bedeutung des Betriebs für die Stadt als auch mögliche Zukunftsperspektiven.

Mit rund 210 Beschäftigten zählt der Schlachthof zu den größten Arbeitgebern vor Ort. Gegründet wurde das Unternehmen 1972 – damals noch in kommunaler Trägerschaft. Heute sind dort Schlachtungen von bis zu 3600 Tieren pro Tag genehmigt. Entsprechend groß ist die Bedeutung für regionale Landwirtschaft und Wertschöpfung: Rund 58 Prozent des Absatzes verbleiben in Deutschland, etwa 25 Prozent gehen nach Italien.

Der Standort, der früher zur Vion Food Group gehörte, wurde 2024 an die Erzeugergemeinschaft Südbayern verkauft. Damit wird der Schlachthof nicht mehr von einem internationalen Konzern geführt, sondern wieder vollständig regional betrieben. Vorstand Erwin Hochecker begrüßte diesen Schritt ausdrücklich: „Wir sind froh, dass der Standort wieder unter der Leitung der Erzeugergemeinschaft steht. Das gibt uns Stabilität, Planungssicherheit und eine klare regionale Verankerung.“

Auch Katzbichler unterstrich die Bedeutung des Unternehmens: „Der Schlachthof ist ein zentraler Arbeitgeber und wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaftsstruktur. Ich freue mich, dass sich die Erzeugergemeinschaft klar zu Vilshofen bekennt.“

Neben wirtschaftlichen Fragen ging es beim Austausch auch um die seit langem bekannte Geruchsproblematik. Insbesondere bei bestimmten Wetterlagen kommt es immer wieder zu Beschwerden über Emissionen aus dem Kanalnetz. Zwar hätten bereits umgesetzte Maßnahmen des Schlachthofs und der Stadtwerke Verbesserungen gebracht, eine dauerhaft tragfähige Lösung sei bislang jedoch nicht gefunden worden. Zudem gelten notwendige Vorbehandlungen des Abwassers als kostenintensiv und technisch störanfällig.

Katzbichler brachte deshalb eine konkrete langfristige Option ins Gespräch: Im Zuge der geplanten Sanierung der Aidenbacher Straße in den kommenden Jahren könnte eine eigene, geschlossene Leitung vom Schlachthof direkt zur Kläranlage verlegt werden. Nach ersten fachlichen Einschätzungen ließe sich dieses Projekt sogar ohne zusätzliche Pumpstation realisieren. Dadurch könnte die Geruchsbelastung dauerhaft vollständig vermieden und gleichzeitig der bestehende Mischwasserkanal der Stadtwerke entlastet werden.

„Das wäre eine echte Win-Win-Situation: Entlastung für die Bürger in den größten Wohngebieten der Stadt, Planungssicherheit für den Betrieb und Vorteile für die städtische Infrastruktur“, erklärte Katzbichler. Man habe vereinbart, hierzu weiterhin im Austausch zu bleiben. Auch Fraktionssprecher Markus Kühnert betonte zum Abschluss die Bedeutung eines konstruktiven Miteinanders: „Es geht darum, die Akzeptanz für den Schlachthof langfristig zu sichern und gleichzeitig unsere großen Wohngebiete spürbar zu entlasten.“

Zum Austausch im Schlachthof Vilshofen: Stadtrat und Bürgermeisterkandidat Stephan Katzbichler (2.v.l.) mit (v.l.) Pascal Lassner (Betriebsleiter Produktion), Hannes Traunspurger (Prokurist), Erwin Hochecker (Vorstand EG Südbayern) und Konrad Stocker (Betriebsleiter Technik)