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Mit der Wirtschaft im Dialog: "Eine starke Stadt braucht eine starke Wirtschaft"

12.02.2026

Rund 60 Gäste, darunter zahlreiche Unternehmer und Gewerbetreibende, folgten der Einladung der CSU-Stadtratsfraktion zur Veranstaltung „Wirtschaft trifft Politik“. Im Mittelpunkt des Abends im Küchenstudio Gutsmidl standen der persönliche Austausch sowie die aktuellen Herausforderungen für kommunale Finanzen und Betriebe. „Das ist heute Abend der Anfang von dem, was ich mir auch als Bürgermeister vorstelle: einen engen Dialog mit der heimischen Wirtschaft“, betonte Bürgermeisterkandidat Stephan Katzbichler gleich zu Beginn, nachdem Geschäftsführer Frank Gutsmidl die Gäste begrüßt hatte.

Der enge Austausch mit den Betrieben sei für ihn ein entscheidender Punkt, denn: „Eine starke Stadt kann es nur mit einer starken Wirtschaft geben.“ Gerade das Netzwerken sei aus seiner Sicht eine der wirksamsten Formen regionaler Wirtschaftsförderung. Wirtschaftsgespräche wie dieses wolle er als Bürgermeister regelmäßig veranstalten und zugleich mit einem „Lotsenservice“ im Rathaus klare Ansprechpartner für Betriebe schaffen.

Mit Blick auf die finanzielle Lage der Stadt sprach Katzbichler von Handlungsbedarf. „Verglichen mit bayerischen Kommunen zwischen 10 000 und 20 000 Einwohnern liegt Vilshofen rund 37 Prozent unter dem Durchschnitt – auch im Landkreis stehen wir unter dem Mittelwert. Das ist kein Anlass für Alarmismus, aber ein klares Zeichen, dass wir handeln und ehrlich mit der Finanzsituation umgehen müssen.“

Auch die in diesem Jahr deutlich gestiegene Schlüsselzuweisung des Freistaats in Höhe von 6,6 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr – ordnete Katzbichler ein: „Das zeigt, dass wir unseren Haushalt aus eigener Kraft nicht bestreiten können und auf Hilfe des Freistaats angewiesen sind.“ Niemand wisse, ob diese Unterstützung dauerhaft in dieser Höhe fortgeführt werde.

Finanzstaatssekretär Martin Schöffel bestätigte, dass die Spielräume des Freistaats von der allgemeinen Haushaltslage abhingen: „Diese Hilfe hängt immer auch von der gesamtwirtschaftlichen Situation ab – und die Zeiten werden nicht einfacher.“ Zugleich zeigte er sich jedoch optimistisch und verwies auf die Stärke der bayerischen Wirtschaft. Besonders das Handwerk lobte er ausdrücklich: „Das Küchenstudio Gutsmidl ist dafür ein echtes Musterbeispiel.“

In der Diskussion brachte Kreishandwerksmeister Sigfried Piske die Belastungen für Bauherren zur Sprache: „Fast zwei Drittel der Kosten für ein Einfamilienhaus sind heute Steuern und Abgaben. Das kann sich kaum noch jemand leisten.“ Schöffel reagierte prompt und lud Piske zu einem vertiefenden Gespräch ins Finanzministerium ein.
Neben den inhaltlichen Debatten nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Gespräche in lockerer Atmosphäre zu führen. MdL Stefan Meyer und CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Kühnert zogen ein positives Fazit: „Man hat deutlich gemerkt, dass das Angebot zum Austausch untereinander rege angenommen wurde. Genau diesen Dialog wollen wir fortführen.“

Voll besetzt war der Showroom im Küchenstudio: Rund 60 Gäste sind der Einladung der CSU-Stadtratsfraktion gefolgt.