Zukunftsfragen und Energiepolitik im Fokus: CSU diskutiert in Pleinting"
16.02.2026
Pleinting. „Ich stehe als Bürgermeisterkandidat gemeinsam mit meinem Team dafür, die Zukunftsfragen unserer Stadt aktiv und entschlossen anzugehen“, betonte Stephan Katzbichler beim Zukunftsstammtisch der CSU Vilshofen im Gasthof Baumgartner. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit ihm, seinem Team sowie Bundestagsabgeordnetem Hans Koller. Anwesend waren außerdem die Stadträte Katrin Knollmüller, Robert Metzler und Maria Rauch sowie Hofkirchens 2. Bürgermeister Alois Wenninger.
CSU-Teilbereichssprecher Johannes Willmerdinger eröffnete den Abend. Unter der Moderation des stellvertretenden Ortsvorsitzenden Markus Halser stellte sich anschließend das Kandidatenteam vor – mit Willmerdinger und Ella Arenz treten auch zwei Pleintinger für den Stadtrat an.
Im weiteren Verlauf richtete sich der Blick auf die übergeordneten Zukunftsfragen – und auf die persönliche Motivation des Bürgermeisterkandidaten. Immer wieder werde er gefragt, warum er sich diese Verantwortung auflade, „wenn man als Gymnasiallehrer doch geregelte Arbeitszeiten hat“, so Katzbichler. Seine Antwort sei eindeutig: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich will die Zukunft meiner Heimatstadt aktiv gestalten – mit einem klaren Plan und konkreten Vorschlägen.“
Dabei benannte er zentrale Handlungsfelder: „Das Areal der alten Berufsschule darf nicht zum Symbol für Stillstand werden. Wir müssen es als Chance für Innenstadt, Wohnen und Gewerbe begreifen. Beim Verkehr brauchen wir kein Stückwerk, sondern ein schlüssiges Gesamtkonzept, das die gesamte Stadt in den Blick nimmt und gleichzeitig die Situation für Fußgänger und Radfahrer verbessert. Und unsere Stadtteile müssen attraktive Lebensmittelpunkte bleiben – mit aufgewerteten Ortszentren und bezahlbaren Grundstückspreisen für Bauwillige.“ Als Bürgermeister wolle er Zukunftsfragen nicht verwalten, sondern gestalten: „Zuhören, abwägen und dann klar entscheiden – dafür stehe ich.“
Bundestagsabgeordneter Hans Koller griff die mögliche Reaktivierung des Kraftwerksstandorts am Ortsrand auf. Als genehmigter Standort sei Pleinting im Rahmen der Kraftwerksstrategie des Bundes eine ernsthafte Option für ein modernes Gaskraftwerk. „Die Chancen für Pleinting waren nie so groß wie jetzt“, betonte Koller. Gemeinsam mit MdL Stefan Meyer führe er intensive Gespräche in Berlin, München und mit dem Eigentümer Uniper, um den Standort bestmöglich zu positionieren.
Katzbichler verwies in diesem Zusammenhang auf bis zu 80 mögliche Arbeitsplätze sowie zusätzliche Gewerbeflächen durch den Rückbau bestehender Gebäude. „Wenn es eine realistische Chance für Pleinting gibt, dann müssen wir sie entschlossen nutzen. Wir werden auf allen politischen Ebenen alles daransetzen, dass unser Standort bei dieser Entscheidung nicht übergangen wird.“
In der anschließenden Diskussion wurde auch der geplante Batteriespeicher in Pleinting mit 26 Containern thematisiert. Katzbichler stellte klar, dass die CSU das konkrete Projekt im Stadtrat abgelehnt habe – „nicht, weil wir grundsätzlich gegen Batteriespeicher sind, sondern weil die Stadt zunächst klare und transparente Kriterien festlegen muss, wo und unter welchen Voraussetzungen solche Anlagen möglich sein sollen.“
Die Zahl entsprechender Anträge nehme derzeit in vielen Kommunen deutlich zu. „Gerade deshalb dürfen wir nicht im Einzelfall entscheiden, sondern brauchen einen verbindlichen Rahmen“, so Katzbichler. Zu klären seien unter anderem Fragen der Rückbauverpflichtung und der finanziellen Absicherung durch Bürgschaften. Erst auf dieser Grundlage könne seriös über das gemeindliche Einvernehmen entschieden werden. „Vorher werden wir keinem Antrag zustimmen.“
